1. Zum Ziel - 2. Zu den benötigten Werkzeugen - 3. Zur Werkzeugherstellung - 4. Zur Herstellung der materiellen Produkte 5. Einige allgemeine Gedanken

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Urweltmammutbaum Eutin

Ich habe inzwischen einiges zum Hintergrund geschrieben, aus dem heraus dieses Modellprojekt entstanden ist. Diese Darstellungen sind  unter <Ansprache>, <EDUCARIS>, <Projekte>  und den entsprechenden Weiterleitungen zu finden. So werde ich die folgende Ausführung kurz halten.

1. Zum Ziel

Die Initiative EDUCARIS fördert eine Bildung und eine Kultur, die zu Ästhetik, Gesundheit und Frieden führt. Diese Initiative wird wirksam, indem sie Projekte aufgebaut und in ihnen eine Möglichkeit aufgezeigt, wie Ästhetik, Gesundheit und Frieden gefördert werden kann. Das Projekt entsteht mit der Arbeit aller Beteiligter, aus dem ureigensten Wunsch des Einzelnen, seiner Bereitschaft Neues zu erleben und zu lernen - und die neuen Fähigkeiten  in seiner Arbeit, in seinem Leben umzusetzen und  auszudrücken. Die Eigeninitiative ist willkommen.

 

                                        A. zur Entwicklung, zur Perspektive dieses ModellProjektes

I.     Aufbau eines Modells (das Projekt Urweltmammutbaum Eutin)
II.   Die Erfahrungen auswerten und dokumentieren
III.  Verbreitung und Aufbau eines entsprechenden Projektes in einem größerem Rahmen.

 

                                              B. zum Aufbau einer harmonischen oder konstruktiven Beziehung zur Natur
                                                  und den Mitmenschen und weiterhin, dass diese neuen Beziehung erlebbar werden

a) in den neu geschaffenen Lebensräumen im Haus, im Garten und in der Ernährung
b) in den Arbeitsbedingungen
c) in der Kommunikation

Es beteiligen sich die Menschen, die diese Arbeit wirklich wollen

2. Zu den benötigten Werkzeugen

Wir benötigen die, zu unserem Vorhaben passenden Werkzeuge. Erst dann sind wir in der Lage das Material so zu bearbeiten und zu formen, dass es seine Aufgabe erfüllen kann. Es entstehen z.B. andere Wirkungen, je nach dem, ob ich mit einem Bagger oder einer Pinzette, ob mit einem Schweißgerät oder mit einem Presslufthammer einen Kuchenteig bearbeite. Die Werkzeuge sollten effektiv sein. Das Ziel hier ist der Aufbau einer harmonischen oder konstruktiven Beziehung zur Natur und den Mitmenschen. Bei einer unbekannten Tätigkeit wie dieser hier, bemerken wir oft erst während der Arbeit, welche Werkzeuge benötigt werden und stehen dann vor der Aufgabe, sie herstellen zu müssen. Da es sich hier um eine Beziehungsarbeit handelt, benötigen wir Werkzeuge mit denen wir Beziehungen gestalten können.

 

                                  C.  benötigte Werkzeuge                                    
      Geeignete Werkzeuge  sind  --> ein ausreichend differenziertes und wahres Weltbild
                                                  --> eine zunehmend förderliche Kommunikation
                                                  --> ein zunehmend ausgeglichenes, integriertes Bewusstsein

Dies sind unsere Werkzeuge. Jede Arbeit benötigt, die zu ihr passenden Werkzeuge und Techniken.

3. Zur Werkzeugherstellung

Üblicher Weise werden Werkzeuge in Werkstätten oder Fabriken hergestellt. Wir nutzen hierfür Lernräume. Ein solcher Lernraum ist auch das Projekt <Urweltmammutbaum Eutin>.

 

D. Werkzeugherstellung

      Diese werden                    --> die bisherigen Erfahrungen, ausgehend von der Hypothese < alles ist letztlich sehr gut>,       produziert indem                   neu interpretiert werden
                                               --> der
Harmoniegedanke vorgestellt, erlebt und ausgedrückt wird
                                               --> philosophiert und reflektiert wird
                                               --> eine Bewegungskunst praktiziert wird
                                               --> mit den Händen, praktisch gearbeitet wird.

Natürlich ist auch dies Arbeit. Aber was entsteht aus ihr? Der Mensch entwickelt sich weiter, er wird kreativer, kann sich besser konzentrieren und spürt besser, was er wirklich will. Allgemein werden die Beziehungen förderlicher und aufbauender - und es entsteht eine neue Kommunikationskultur. Sie wird aufrichtiger, ehrlicher und verbindet die Menschen mit sich selbst und ihrer Umgebung.

All dies sind Werkzeuge zur Herstellung von förderlichen materiellen Produkten.

4. Zur Herstellung der materiellen Produkte

Hierzu kann ich noch gar nicht so viel schreiben, da die gewünschten Produkte zu einem großen Teil noch nicht hergestellt worden sind. Es gibt jedoch in dem Haus überall Ansätze, die neue Möglichkeiten aufzeigen. Jedoch kann ich sagen, welche materiellen Produkte jetzt am Anfang benötigt werden und welche Wirkungen sie aus meiner Sicht haben sollten.

Benötigt werden neue Lebensräume  im Haus und im Garten .

 

                                                                                     E. Produkte

Ihre Kennzeichen   --> Ästhetik, Nützlichkeit, sie bezaubern

Die entstehenden  --> fördern die Wahrnehmungsfähigkeiten
Wirkungen            --> fördern die psychischen Funktionen (Denken, Fühlen, Wollen)
                             --> beleben

Neue Techniken werden entwickelt, die zu neuen Produkten führen.

        Zeigt sich in       --> einem neuen Kalk-Lehm Putz,
                                  --> einer neuen
Kommunikation,                    
                                  --> neuen Möglichkeiten in der Kunst

                                  --> einem für alle sinnvollem Umgang mit der HausTechnik
                                  --> einem fruchtbaren, lebendigen Garten

 

Die neuen Produkte bringen die Kunden in Kontakt mit der neuen Kultur. Diese Kultur fördern den Blick nach Außen, die Begegnung mit dem Anderen. Sie zeigt sich in einer Kommunikation,  in der sich der Mensch selbst genauer und klarer ausdrücken kann und die nah ist. Es ist eine Kultur die bezaubert und beschwingt.

Die Arbeit ist immer auch,

der Ort an dem die neuen Werkzeuge ausprobiert und weiterentwickelt werden.

5. Einige allgemeine Gedanken

In dem Haus können 6 Personen wohnen. Die Idee ist: Wir wohnen hier als Gemeinschaft für 3-5  Jahre zusammen. An zwei Tagen in der Woche unterrichte ich entsprechend der Stichpunkte oben und die anderen Mitglieder der Gemeinschaft setzen das Erlernte in der praktischen Arbeit um. Dabei wird das Haus renoviert und der Garten weiter gestaltet. Dies ist mit Forschung verbunden und die Erfahrungen werden dokumentiert. Danach könnte das Haus ein Standort für den weiteren Ausbau eines Netzwerkes, von Seminaren werden und für Begegnungen genutzt werden. Aus meiner Sicht ist es günstig, wenn jeder eine Aufgabe übernimmt, ohne jedoch auf diese fixiert zu werden. Meinen Part sehe ich darin, zu vermitteln wie die Idee der Harmonie in der Praxis ausgedrückt werden kann und welche Lernschritte dafür zu bewältigen sind. Sie finden hierzu schon einiges in den verschiedenen Ausführungen.

Nach meiner Erfahrung lieben  es viele Menschen Räume in  dieser Weise zu gestalten und in ihnen zu wohnen.  Sie haben Interesse der Natur in neuer Weise zu begegnen. Die Pflanzenbetrachtung ist hier eine gute Grundlage und eine Auseinandersetzung mit der Permakultur ist vermutlich sinnvoll. Aus meiner Sicht gibt es hier im Raum Eutin und Plön einige  Möglichkeiten in neuer Weise zu arbeiten. Viele Menschen wollen in Harmonie mit der Natur und den anderen   Menschen arbeiten und leben und sie möchten schöpferisch tätig werden. Dabei kommen sie in einen anderen Bezug zur Umgebung und zu sich selbst. Für diesen Prozess werden aber auch neue Gedanken und Vorstellungen vom Leben und eine Fachkunde benötigt. Dies ist um so wichtiger, da es aus verschiedenen Gründen gar nicht anders sein kann, als dass sich Widerstände und Hindernissen zeigen, die dann zu bewältigen sein werden.

Wir haben hier Lehm und Stroh, und der Strohballenbau nach Tom Rejven ist gut. Im Grunde ist Land vorhanden, wir könnten anfangen anders mit der Erde umzugehen, auch wenn dies erst einmal Forschung ist. Dann haben die Menschen hier einen Sinn für Kunst, eine Kunstschule könnte aufgebaut werden, die das Ziel hat mit den Kunstwerken die Menschen zu fördern. In  Eutin scheint auch ein Talent im Bereich der Pädagogik vorhanden zu sein. An Potentialen mangelt es somit in Schlewig- Holstein aus meiner Sicht wirklich nicht. Aber sie werden bisher nicht aktiviert.

Ohne eine, mit einem Inhalt erfüllte Kommunikation und einer Arbeit, die wir wirklich

wollen, kann unser Leben nicht glücklich werden.