1. Zur Bedeutung  -  2. Zur seelischen Atmosphäre - 3. Eine andere Art der Arbeit zeigt andere Wirkungen 

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Lieber Besucher, liebe Besucherin

Hier möchte ich einige  allgemeine Gedanken  zu dem Thema "Projekte" entwickeln. Beginnen wir mit der Bedeutung dieses Wortes.

1. Zur Bedeutung

Die Arbeit die Bedeutung  eines Wortes zu erforschen ist spannend und immer wieder voller Überraschungen. Das Wort <Projekt> stammt von dem Lateinischen pro- iectus ab und bedeutet als ganzes <nach vorne geworfen>. Etwas ist nach vorne geworfen worden. Werden jedoch seine Teile einzeln nach ihrer Bedeutung untersucht, so entsteht ein anderes Bild. Die Silbe <pro> ist von der zum Lateinischen  älteren griechischen Sprache abgeleitet und bedeutet dort <vor, vorher>. Das Werfen geschieht nicht im Raum, sondern in der Zeit und es wird nicht in die Zukunft geworfen, sondern in die Richtung des Vorher. Es handelt sich somit um eine Rückbesinnung, um eine Bewegung in der Zeit in Richtung eines Vorher. Aber wohin führt dies? Welche Vorstellungen können mit einer solchen Bewegung verbunden werden? - In der folgenden Geschichte wird diese Frage, so wie es mir möglich ist, in literarischer Weise beantwortet.

___ Das Projekt, das ich wirklich will___

Ich gehe auf einem Weg entlang und folge dem Wegweiser auf dem Vorher steht. Die gewohnte Welt habe ich schon weit hinter mir gelassen. Immer wieder erscheint er auf dem Weg ein gelbes altes Schild, das schon etwas Rost angesetzt hat. Schließlich frage ich mich schon selbst: Wie war es vorher? -  und vorher und vorher? Endlos ist dieser Weg. - Weit, weit bin ich schon gegangen Nun ich bin müde und kann nicht mehr weiter und setze mich auf einen alten Findling, bereit zu sterben. Aber wie von allein bildet sich eine Frage in meinem Sinn. Allerdings benötige ich eine ganze Weile bis ich dies bemerke. - Wie ist es jenseits des Vorher? und wie ein Echo hallt es nach, vorher, vorher.

Und der Weg ist verschwunden. Ich bin weder oben noch unten, weder  rechts noch links, sondern schwebe in einer Dunkelheit. Sie ist nahe und und vertraut. Ich befinde mich außerhalb der kosmischen Sphären des Bewusstseins. Alles hat aufgehört und dennoch scheint alles möglich zu sein. Ein schweigendes, schöpferisches, ewiges Etwas. In der Dunkelheit spüre ich nun eine angenehme Wärme und weiß unmittelbar, dies ist schöpferisches Urbegehren. Es ist einfach da. Ich weiß nicht wie lange dieser Zustand andauert. Die Ewigkeit lässt sich nur schwer messen. Dieses schöpferische Begehren wurzelt nach oben in die Höhen, ins ewige SchöpferischeSein. Es begehrt zu erleben und Neues zu schaffen. Nun kommt etwas an es heran. Unmittelbar weiß ich was es ist. Dies sind seine Talente, die Früchte seiner vielen Leben auf der Erde, die in  der Ewigkeit aufbewahrt wurden. Das schöpferische Urbegehren erhält sein Eigentum. Dann drängt es weiter herab Richtung Erde, herab aus dem Überbewusstseins in die Sphären des Bewusstenseins.

Und das reine und mit großen Talenten ausgestattete schöpferische UrBegehren tritt ein in das Bewusstsein. In dieser BewusstseinsSphäre  werden  kristallklare, glitzernde, funkelnde Ideen geschaffen. Hier entstehen die Ideen der Erfinder, aber auch die Ideen, die den zukünftigen Arten von Pflanzen und Tieren und kommenden Kulturen zugrunde liegen. Es ist die Welt der Urbilder. Das mit Talenten begabte schöpferische Urbegehren erschafft hier aus Ideenenergie, die zu ihm passende kristallklare, glitzernde Idee. Es umgibt sich mit dieser Idee und ist nun ein  schöpferischer  Gedanke, der begehrt sich zu manifestieren, ein Gedankenwesen. Mich interessiert die Idee mit der es sich umkleidet hat und frage, ob ich sie sehen darf. Wie ein Stern leuchtet sie auf und in ihr erscheint, wie das Gedankenwesen als zukünftiger Mensch den Weg zu einer harmonischen Begegnung mit der Natur, den Menschen und zu sich selbst beschreibt.  Er erschafft Lebensräume und Arbeitsverhältnisse, die das Gehen dieses Weges fördern. Ich sehe wie er Menschen in einer Kommunikation ausbildet, die eine solche Beschreibung ermöglicht und die ermöglicht, dass sie auch verstanden wird.

Das begehrende Gedankenwesen steigt weiter hinab zur Erde. Immerfort tätig ist es in einer Welt von Ursachen und Wirkungen. In fortwährender Bewegung ist es. Wie ein Luftzug ist es, ungreifbar, - umgeben von luftigen sich  bewegenden Landschaften aus verschiedenen psychischen Energien. Feurige zerstörende psychische Energien, kalte zusammenziehende, aber auch automatisierende und  weisheitsvolle berührt es.

Energien haben Wirkungen und reagieren mit anderen in bestimmter Weise. In ein Netz von Wirkungen bindet sich nun das Gedankenwesen ein, -in Wirkungen, die es in früheren Leben geschaffen hat. Viel zerstörende Energie ist vorhanden, unvollkommen wird sie von der KälteEnergie kontrolliert, die das Gedankenwesen durch einen Kokon aus Kälte begrenzt. Aber immer wieder kommt es zu Durchbrüchen, die wie Vulkanausbrüche wirken. Immer weiter zentriert das Gedankenwesen verschiedene energetische Wirkungen zu sich hin, feurige zerstörende, kalte zusammenziehende,  automatisierende und  weisheitsvolle bis es schließlich von einer eigenen seelischen Atmosphäre umgeben ist. Nun ist es ein Seelenwesen. Aus diesen zur Ursache zentrierten Wirkungen verschiedener psychischer Energien wird sich sein zukünftiges Schicksal im Einklang mit seinem Begehren und seiner Idee entfalten.

Und weiter will es hinab zur Erde steigen, sich mit  physischer Materie verbinden und lebendig werden. Hierfür benötigt es Hilfe. Dankenswerter Weise geben ihm Lebewesen, der zukünfige Vater und die zukünftige Mutter diese. - Nun ist es mit der Erde verbunden. In einer Mutterhülle beginnt es zu wachsen und wird schließlich geboren. Ein Lebewesen, ein Mensch hat das Licht der Welt erblickt. Und alles, was es folgend erlebt, all das  entspricht den Energien mit denen es sich zuvor umkleidet hat. Ungefähr bis zum 30. Lebensjahr geschieht dies und dann erfolgt eine Wende. Von nun an kann es Neues erschaffen, sein eigenes Projekt entfalten und die Arbeit tun, die es wirklich will.

 

Soweit zu einer bildlichen, mehr künstlerischen Darstellung der Bedeutung des Wortes <Projekt>. Eine Erfahrungen, die heute viele Menschen machen ist:  sie kommen gar nicht mehr zur Besinnung und zur Ruhe, da sie wie ein Rädchen in einer Maschinerie funktionieren haben... Das Ergebnis wird schließlich sein, dass die Menschen nicht mehr eigenständig denken können, dass sie nicht mehr empfinden können und dass sie nicht mehr spüren was sie eigentlich wollen.

Kann es sein, dass ein Projekt, das heute viele Menschen wollen, darin besteht sich auf die Suche nach ihrem eigenen Projekt zu machen? Dies ist das Projekt,  das zu Tun was ich wirklich will; das richtig zu finden, was ich wirklich erkenne; das Leben zu erleben, - dich, den Baum und die Biene auf der Blume. Dies ist ein Projekt der selbst gewollten Arbeit, der förderlichen Schule u.s.w., Projekte in denen der Mensch, das Lebewesen und die Natur im Zentrum stehen. Die beiden Projekte <Urweltmammutbaum Eutin> und <Glitzernder See> sind eine Schulung und ein Aufbau dieser neuen Form der Begegnung, der Arbeit und  der Kultur.

Zu der Initiative EDUCARIS ist gesagt worden, dass ihr Ziel ist Gesundheit und Frieden zu fördern und dass dies bedeutet,die Menschen darin zu unterstützen in dieser Richtung wirksam zu werden. Dafür benötigen wir Arbeitsmöglichkeiten, in denen nicht nur sinnvolle Produkte hergestellt werden, sondern in denen darüber hinaus innerhalb des Arbeitsprozesses die Gesundheit und die Entwicklung von Menschlichkeit gefördert wird. Wenn Menschen, die eine Sehnsucht nach Gesundheit und Frieden haben, einer Arbeit nachgehen können, die ihren Talenten und dieser Sehnsucht entspricht, dann kann ihr Leben nur nach allen Richtungen förderlich wirken.

Es gibt nichts,  was mich mehr erfreut, als wenn ich sehe,

wie sich dieses "Projekt" in dem einzelnen Menschen zu entfalten beginnt.

2. Wir erschaffen eine seelische Atmosphäre

Ein Besucher bemerkte einmal: "Du hast dir hier ja eine eigene Welt erschaffen." Diese Beobachtung ist ziemlich gut gewesen. Jeden Menschen umgibt eine psychische Atmosphäre. Wer eine fremde Wohnung betritt, kann sie mit dem Öffnen der Tür bemerken. Sie kann hell oder dunkel, klar oder verworren, ergreifend oder freilassend und entsprechend aufbauend oder abbauend, förderlich oder zerstörend wirken. Die seelische Atmosphäre ist Ergebnis der Reaktionen von verschiedenen BewusstseinsEnergien aufeinander. Was physisch sichtbar geschieht, was sich in Glück oder Unglück zeigt, ob die Nähmaschine streikt oder funktioniert, ob jemand stürzt oder nicht, ob der Schlaf gestört oder erholsam ist, ob das Eine oder das Andere geschieht wird durch diese seelische Atmosphäre bestimmt.

Bisher ist sie unbewusst durch die Menschen geschaffen worden, aber wir sind heute in eine Phase der Entwicklung eingetreten, in der Vieles was vorher unbewusst geschah, nun bewusst wird. Dieser Bewusstseinsprozess betrifft auch die seelische Atmosphäre. In ihr existiert eine zerstörend wirkende psychische Energie, die durchaus benötigt wird und durch andere seelische Energien gebunden und geführt werden kann. Letztere sind bisher durch den Instinkt für das Miteinander und für das Wesentliche automatisch wirksam gewesen.

Mit der Entwicklung des Ichbewusstseins im Mittelalter haben die Instinkte begonnen sich aufzulösen. Dieser Auflösungsprozess betrifft inzwischen auch den Instinkt für das Miteinander und für das Wesentliche. Damit sind wir immer weniger automatisch mit den Bewusstseinsenergien verbunden, die auf die zerstörenden Kräfte neutralisierend b.z.w. bindend wirken. Dies führt zu vielen zerstörerischen Ereignissen wie Kriegen, Verbrechen, der Erfindung neuer Waffensysteme, neuer Manipulationsmethoden und verursacht viel Leid.  Inzwischen suchen allerdings immer mehr Menschen nach Wegen hin zu Frieden, Freude und Aufbau. Im Unterschied dazu verbinden sich jedoch manche Personen mit diesen zerstörenden Kräften, bekommen viel Macht und werden für die anderen zu einer großen, unangenehmen Herausforderung.

Auf Grund dieser Entwicklung ist die seelische Atmosphäre, die die Menschen um sich verbreiten, zunehmend mehr von zerstörend wirkenden Gedanken und Impulsen geprägt. (Eine ausführlichere Darstellung hierzu finden Sie in dem Kapitel EDUCARIS. ) In den Projekten hier kann gelernt werden wie seelische Atmosphären entstehen, die aufbauend wirken, so wird hier tatsächlich eine eigene Welt, besser ausgedrückt eine neue Kultur geschaffen.

Es bleibt uns vermutlich gar nichts anderes übrig, als

zu erlernen wie aufbauende, förderliche seelische Atmosphären geschaffen werden.

3. Eine andere Art der Arbeit zeigt andere Wirkungen

1.Eigenständigkeit und Selbstmotivation
Die Arbeit gewinnt in diesem Prozess eine neue Bedeutung. Sie ist nun selbst motiviert und kann nur in dieser Weise, ausgehend von dem aktiv tätigen Zentrum, ausgeführt werden. Dies ist so, da das Ich, der Betreffende selbst die Bezüge aufbaut. Ohne sie kann er gar nicht arbeiten. Ein moderner Sklave oder ein Mitläufer kann in dieser Weise gar nicht tätig sein.

2. Selbsterfahrung im schöpferischen TätigenSein
Die Arbeit wirkt Ich-stärkend. Sie ermöglicht eine neue Art des Selbsterlebens, indem der Betreffende in ihr immer wieder alte Grenzen übersteigt und Neues kreiert, erfährt er sein Zentrum, das Ich. Dies ist jedoch weit entfernt von einer narzißtischen Selbstdarstellung, steht doch nicht die Person des Betreffenden im Mittelpunkt, sondern die potenten Idee. Hier z.B. die Idee der Harmonie, die aufzeigt wie der Einzelne innerhalb eines Kontextes immer klarer in seinem Wesen und seinen Talenten erscheinen kann. 

3. eine belebende, aufbauende seelische Atmosphäre wird geschaffen
Schließlich unterscheidet sich eine solche Arbeit von der gewohnten dadurch, dass sie nicht abbauend, sondern sogar aufbauend wirkt. Aus der gewohnten Grundlage des Miteinanders werden heute überwiegend abbauend wirkende und belastende Lebensräume geschaffen.
Allerdings ist all dies nur möglich, wenn tatsächlich ein Interesse an einer aufbauenden Beziehung zur Natur und zur Umgebung existiert.

4. die Werke
Sie
sind schön und nützlich und bringen die Nutzer in Beziehung mit einer Kultur, die nach einer Harmonie mit der Natur, den Mitmenschen und sich selbst strebt.

Die Projekte hier, entstehen mit der Arbeit von jedem Beteiligten,

aus seinem ureigensten Wunsch,

mit der Bereitschaft Neues zu erleben und zu lernen und

dieses in seinem Leben anzuwenden und auszudrücken.