1. Wer repräsentiert unsere Bildung? - 2. Was sich in ihr zeigt. - 3. Verwirren und Verwirrungen 

4. Aufmerksam werden -  5. Zur Motivation

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Lieber Besucher, liebe Besucherin

Ein gut gebildeter Mensch wirkt sympathisch und anziehend. Bisher ist nur die Bildung bekannt wie sie durch das übliche Bildungssystem erworben wird. Nun zeigt sich jedoch, dass uns dieses Bildungswissen an einen Abgrund geführt hat. Immer mehr Menschen möchten eine Bildung, die in der der Einzelne und die Gemeinschaft lernt gesünder zu werden und in der der Einzelne lernt in Harmonie mit der Natur und den Mitmenschen d.h. in Frieden zu leben.

Damit sage ich nicht, dass alles schlecht ist, denn niemand wäre ohne seine Vergangenheit das, was er jetzt ist. Zu bedenken ist jedoch, dass ein Bildungssystem nicht ohne den Menschen existiert. Nur die Menschen können  das System, die Strukturen nach denen es aufgebaut ist und seine Organisation verändern. Da die Strukturen des Bildungssystems auch in jedem von uns und besonders in seinen Repräsentanten wirksam sind, ist eine nachhaltige Verwandlung der Bildung  nur möglich, wenn sich die Strukturen in der Psyche von dir und von mir verändern. Aber dies ist möglich.

Nur Menschen können eine Situation ändern

1. Wer  repräsentiert unsere Bildung.

Das Ziel dieser Initiative ist die Förderung der Entwicklung und der Gesundheit und dafür wird eine geeignete Bildung benötigt. Erziehung und Bildung stehen somit im Mittelpunkt der Betrachtung und der Auseinandersetzung. Diese Bildung repräsentieren die Kitas, Schulen und Universitäten und der dort praktizierte Bildungsstandart zeigt sich in den Fähigkeiten der Erzieherinnen, der Lehrer und Dozenten. Weiterhin ist der Bildungsstandart in den Werken der Künstler, der Schriftsteller, der Musiker, Maler, Bildhauer und Schauspieler dargestellt. Auch die, von ihnen hervorgebrachten Werke repräsentieren unsere Bildung. Schließlich zeigt sich das Bildungsniveau bei jedem Einzelnen in der Art wie wir uns begegnen und miteinander sprechen. Es zeigt sich in Dir und in Mir. Und der Bildungsstandart des Bildungsministeriums zeigt sich in dem Niveau der Sprache, in denen seine Erlasse geschrieben sind.

Alles, was wir erschaffen wirkt auf die Umgebung bildend.

2. Was sich in ihr zeigt

Vermutlich streben viele Menschen ein Bildungsideal an, deren Herkunft ihnen eher unbekannt ist. Glauben nicht immer noch viele daran, dass derjenige gebildet ist,

-  der eine Fachkompetenz erworben hat
-  der fähig ist sich unabhängig ein sachliches Urteil zu bilden,

-  der Verantwortung übernehmen und tragen kann,
-  der logisch denkt,
-  der den anderen, den Kontext und sich selbst wahrnimmt,
-  der genügend Einsichten in die äußeren Zusammenhänge und  Moral hat,
-  der die Natur und die anderen Menschen fördern möchte und
-  der das Schöne liebt?

Liegt diesen Werten nicht die Idee der Menschlichkeit, des MenschSeins zugrunde? Vermutlich hatten wir bisher, eher instinktiv als bewusst, einen Bezug zu dieser Idee und die Menschen haben gespürt, dass sie wahr und richtig ist. Aber dieser unbewusste Bezug geht gerade verloren. Bei dem Einen ist dieser Prozess schon weiter voran geschritten und bei dem anderen weniger. Die Auflösung des unbewusste Bezuges zur Idee der Menschlichkeit, zeigt an in welcher Phase sich unsere Kultur gerade befindet. Kulturen entwickeln sich und  die Bildung ist der Spiegel, indem wir sehen können, wo sie sich  gerade befindet.
Wenn die Idee der Menschlichkeit, die Achtung vor dem Anderen und die Wertschätzung verloren gehen, dann befindet sich die Kultur im Niedergang und der Missbrauch und  Psychopathie wuchern wie Unkraut. Auch die Bildung wird missbraucht. Für diesen Zweck wird ihr ihre  förderliche Natur genommen und sie wird zu einem MachtMittel erniedrigt mit dem  z.B. die Entwicklung eines eigenständigen logischen Denkens erfolgreich verhindert wird.

Der Weg zum Menschsein zeigt sich in einer guten Bildung

3. Verwirren und Verwirrungen

Manipulationen verwirren die Menschen. Wer manipuliert worden ist, der hat den Bezug zu seinen tatsächlichen Wünschen verloren. Er weiß nicht mehr was er selbst will. Aber dies wird von dem Betroffenen gar nicht bemerkt und so irrt sich der Manipulierte in Bezug auf seine Wünsche. Die Trennung der Wünsche vom Menschen ist gleichbedeutend mit der Trennung des Menschen von seiner eigenen Entwicklung und seinen Entwicklungswünschen.

Damit diese Operation nicht bemerkt wird, wird sie mit einer Umlenkung der Aufmerksamkeit verbunden. Als ErsatzIch als das neue Zentrum der Person wird nun das Wohlgefühl eingeführt. Wird heute nicht überall davon geredet, dass das Wohlgefühl gefördert wird, was nichts anderes ist als eine Methode der Umerziehung der Person zum besseren Konsumenten. Nun steht nicht mehr der Mensch und die Menschlichkeit im Zentrum des Interesses, der Mensch wird ab nun negiert, er hat keinen Wert mehr und das Wohlgefühl von einem Herrn oder Frau Niemand steht im Zentrum der Förderung. Diese Verwirrungen sind auch in den offiziellen Anweisungen für Erzieher und Lehrer von den Bildungsministerien zu erkennen.

Jeder ist heute fortlaufend manipulierenden Einflüssen ausgesetzt und so ist es vielleicht gar nicht so verwunderlich, wenn eine Unsicherheit darüber besteht, was Manipulation ist und ob sie gut oder schlecht ist. Patienten kommen zum Therapeuten, da sie von ihm manipuliert werden wollen. Wie kann dies erklärt werden? Nehmen wir zur Veranschaulichung ein Beispiel aus der Psychotherapie.

So sagt der Patient zum Therapeuten: "Ich möchte nicht mehr immer diese Ängste haben, Angst dass mich jemand bestiehlt, dass ich die Haustür nicht abschließe, dass ich alles falsch mache u.s.w. ich möchte einfach ganz normal wie die anderen werden, nicht mehr auffallen und einfach glücklich sein können."

Ein Therapeut würde doch  im Sinne des Patienten handeln, wenn er ihn mit Hypnose behandeln würde und ihm auf diese Weise seine Ängste nehmen würde, oder?  Wenn ich so handle, dann manipuliere ich ihn doch nicht, denn es wird doch genau das getan, was er will. Oder, wenn dies Manipulation ist, dann ist sie positiv. - Dies nenne ich Verwirrung. Aber wie kann eine Ordnung geschaffen werden?

Wenn Menschen reden, dann fehlt den Aussagen immer häufiger sowohl der Bezug  zum Sprecher als auch zur Umgebung. Bei Patienten, die eine Psychotherapie benötigen fehlt dieser Bezug fast immer.

Zur Orientierung kann der Zuhörer die folgende Frage stellen: Welche Bedeutung hat dieser Wunsch in Bezug zur Umgebung und zum Patienten selbst?

Wenn eine Person spricht, dann bleibt dem Zuhörer meist nichts anderes übrig als die fehlenden Bezüge selbst herzustellen, wenn er den anderen verstehen möchte. Erst dann zeigt sich die Bedeutung.

Der Therapeut kann nun die Vorstellung aufbauen: Wie der Patient von den Ereignissen überrollt wird, wie er ihre Bedeutung nicht einschätzen kann und keine Ahnung hat, wie er in dieser Situation sinnvoller Weise handeln kann. Weiterhin kann er sich vorstellen, wie diese Erfahrung zu einem Rückzug führt und der Patient seine Fähigkeit sich z.B. an einer Blume oder einem blauen Himmel zu erfreuen, verloren hat.

Vermutlich hat der Patient keine Lebensziele mehr und den Mut verloren, dass er selbst irgendetwas gestalten und schaffen kann. In diesem, allerdings immer zu überprüfenden neuen Kontext, erscheinen die Ängste nun in einem ganz anderen Licht. Bei diesem Menschen steht ein neuer Entwicklungsschritt an und die Ängste, sind in diesem Fall der Anlass, um sich auf den Weg zu machen. Dieser Patient möchte nicht, dass ihm jemand die Ängste unmittelbar nimmt, sondern dass er in seiner Entwicklung gefördert wird. geschieht dies, dann werden sich die Ängste schon auf ein normales Maß reduzieren. 

Die Anwendung der Hypnose ist in diesem Fall eine Manipulation und wird die Lebenssituation des Patienten längerfristig betrachtet nicht verbessern können. Indem dem Patienten die Ängste genommen werden, wird er nicht gefördert, er lernt nichts Neues und er entwickelt keine neuen Fähigkeiten. Dies würde er allerdings benötigen. Werden ihm die Ängste genommen, dann verliert er gar nicht selten das Interesse an einer Weiterentwicklung. Steht er dann schlechter da als vorher?

Jeder benötigt die Fähigkeit solche Verwirrungen eigenständig auflösen zu können.

4. Aufmerksam werden

Immer mehr Menschen bemerken, dass etwas mit unseren Strukturen, mit der Organisation nicht stimmt. Aber  wie entstehen diese Strukturen?  Und wie bin ich, ist jeder einzelne in sie eingebunden? Und wie können sie verwandelt werden?

Wenn  diese Strukturen heute nicht mehr förderlich sind, aber vor 50 Jahren noch viel günstiger waren, dann scheinen auch sie sich zu entwickeln. Aber welchen Gesetzen folgt diese Entwicklung, die ja auch in jedem von uns geschieht?  Viele, viele Fragen tun sich hier auf. In den  verschiedenen Kapiteln von EDUCARIS  "Erziehung", "Rhythmen", "Unser Standort", "Auseinandersetzung" und "Bildungsziele" wird auf sie weiter eingegangen.

Auf Dinge aufmerksam zu werden ist dasselbe wie sie zu erleben und dafür sind sie doch da.

5. zur Motivation

Der Wunsch von vielen Menschen  nach einem harmonischen Bezug zur Natur und zu anderen Menschen, den ich teile, ist sicherlich wertvoll und so ist es wünschenswert, dass er erfüllt wird. In der Initiative EDUCARIS treffen sich Menschen, die gemeinsam an der Umsetzung dieses Zieles arbeiten. Dies geschieht in Praxis und Forschung. Die Ergebnisse werden dann auf dieser Website für die Besucher zugänglich gemacht. An dieser Initiative kann jeder teilnehmen, der diesen Wunsch von sich selbst kennt und bereit ist, sich für seine Umsetzung einzusetzen.

Wer Neues möchte braucht die Bereitschaft sich mit Altem auseinanderzusetzen und es schließlich los zu lassen.

___   Wir stehen am Anfang einer spannenden Arbeit.  ___